Bootylicious

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Im Bild zu sehen: Der Hintern der Autorin und eine Flasche feinster Rioja.

Mass appeal

Seine Namen sind so vielfältig wie seine Formen.
Popo. Hintern. Arsch. Unser Twerk twerk twerk zu Rihannas Work work work.
Pralle Hintern erleben derzeit einen selten dagewesenen Hype. Von den Kardashians bis hin zu Beyoncé trainieren (oder spritzen) sich alle ihr bestes Stück in Hochform, um sich in Videos sinnlich über die Rundungen zu streifen oder ein knackiges Selfie in der hautengen Jeans zu machen.
Was soll ich sagen: Ich liebe es.
Denn dieser Trend wurde meiner Meinung nach wirklich Zeit. Wieso teilen wir Hetero-Männer in Arsch-oder-Titten-Typen ein aber verweigern uns selbst die exzessive Zelebrierung unserer Kurven? Eben.
Ich gehöre zu den Frauen, die schon als Mädchen mit extra viel Fett gesegnet waren. Meine Körperform war immer schon mehr Birne als Rhabarber. Endlich ist meine Zeit gekommen. Endlich kann mein Arsch mehr als nur unfreiwillig Gegenstände vom Bildschirm fegen.

Die fetten Jahre sind gekommen

Das alles war natürlich nicht immer so. In meiner Kindheit und Jugend waren dünne und androgyne Frauenkörper viel präsenter. „SO MUSST DU AUSSEHEN!“ schrie es mir von Titelseiten entgegen. Alle trugen sie Hüftjeans und so stand ich da in meiner Schlaghose auf den gepolsterten Hüftknochen, während mir die SEXY Stickerei vom Arsch ab platzte.
Kleider waren bei mir immer knapper als geplant, Bikinis verschwanden zwischen meinen Honey Buns und dann gab es ja auch noch Radlerhosen.
(Warum hat das eigentlich niemand verhindert?)

Ich möchte wirklich nicht dünne Mädchen* und Frauen* shamen, solange sie sich in ihren Körpern wohl fühlen. Aber es ist wichtig, dass Medien und Modeblogs Kurven feiern, dass Frauen wie Nicki Minaj und Amber Rose als Körpervorbilder gelten und das sich niemand mehr aufgrund seiner Birnenform schämen muss.

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The curse of curves

Denn niemand stört sich an den Dellen oder stretch marks an unseren Hintern. Das gehört zu einem kleinen Erdbeben auf zwei Beinen eben dazu. Unser Körper wächst, er verändert sich und wird älter. Zum Erwachsen werden gehört leider auch, nicht mehr dauerhaft die Haut einer präpubertären 13-Jährigen zu haben.
Wer lieber Pizza isst, als ins Fitnessstudio zu gehen (und da spreche ich ausschließlich von mir) darf sich auch nicht wundern.

Also let’s get sprung with a round thing in our face.
Let’s shake it off, let’s wiggle and werk it.
Denn die einzige wichtige Frage ist doch nicht, ob man zu dick ist, sondern:
How you gonna fit all that ass in them jeans?

giphy

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